Laboratorium Demokratie

Laboratorium Demokratie - Weimar 2009/2019

Das Laboratorium Demokratie ist eine Plattform für die Entwicklung von Angeboten politisch-kultureller Bildung. Das Projekt nimmt den 90. Jahrestag der Weimarer Verfassung zum Anlass für die produktive Auseinandersetzung mit aktuellen Themen demokratischer Teilhabe, speziell in den neuen Bundesländern.

"Laboratorium Demokratie" wird von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert und ist offen für Kooperationen mit Partnern aus dem gesamten Bundesgebiet.

Weimarer Sommerkurse

Sommerkurse

Die Weimarer Sommerkurse 2011 widmen sich Weimar als Ort utopischen Denkens. Angeboten werden sechs parallede Kurse, die sich an literarisch, philosophisch und kulturgeschichtlich interessiert Menschen richten. Erwartet werden etwa 70 junge Erwachsene aus ca. 30 Ländern.

13.08.-27.08.2010

Weimar - Ort der Utopien

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Erinnern – Vergessen – Verdrängen. Weimar als deutscher Gedächtnisspeicher

Ein Blick auf die Büchertische deutscher Buchhandlungen zeigt es: „Gedächtnis“ und „Erinnerung“ sind „in“ – die Flut einschlägiger Bücher dazu kaum mehr zu überschauen. Wie ein Buch lässt sich auch die Kulturgeschichte Weimars seit der „klassischen“ Zeit um 1800 aufblättern, um darin sämtliche Aspekte deutscher Kultur- und Politikgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert zu studieren. Dabei ist nicht allein die Vielgestaltigkeit und Widersprüchlichkeit des historischen Panoramas Weimar faszinierend, sondern es drängt sich regelrecht die Frage auf, was wir heute aus den alten „Weimarer Geschichten“ lernen können.

Besonders die Ereignisse zwischen 1933 und 1945, die erinnerungskulturellen Spuren des „Dritten Reiches“ im Antlitz der Stadt sowie die Gestaltung einzelner Museen, Denkmäler und Gedenkstätten können ein Ausgangspunkt für weiterführende Überlegungen über die Konturen deutscher Geschichtsbilder seit 1945 sein. Auch 40 Jahre DDR haben nicht allein die Realgeschichte von Stadt und Region, sondern auch die Erinnerung der Zeitgenossen maßgeblich geprägt. Die Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft, also aktuelle Veränderungen der realen und mentalen Landkarte Europas, werfen die Frage nach Funktion und Gestalt unserer nationalen Erinnerung auf.

Schließlich aber gilt für jeden Einzelnen, das Wissen um die Geschichte seiner Gesellschaft mit den ganz persönlichen Erinnerungen seines privaten Lebens intellektuell und emotional zu verbinden.