Laboratorium Demokratie

Laboratorium Demokratie - Weimar 2009/2019

Das Laboratorium Demokratie ist eine Plattform für die Entwicklung von Angeboten politisch-kultureller Bildung. Das Projekt nimmt den 90. Jahrestag der Weimarer Verfassung zum Anlass für die produktive Auseinandersetzung mit aktuellen Themen demokratischer Teilhabe, speziell in den neuen Bundesländern.

"Laboratorium Demokratie" wird von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert und ist offen für Kooperationen mit Partnern aus dem gesamten Bundesgebiet.

Weimarer Sommerkurse

Sommerkurse

Die Weimarer Sommerkurse 2011 widmen sich Weimar als Ort utopischen Denkens. Angeboten werden sechs parallede Kurse, die sich an literarisch, philosophisch und kulturgeschichtlich interessiert Menschen richten. Erwartet werden etwa 70 junge Erwachsene aus ca. 30 Ländern.

13.08.-27.08.2010

Weimar - Ort der Utopien

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Industriekultur an der Saale

Wenn es eine Industriekulturstadt „par excellence“ in Thüringen gab und gibt, dann ist es Jena, jene – in Goethes Worten – „Stapelstadt des Wissens und der Wissenschaft“. Im Zuge der sich Mitte des 19. Jahrhunderts dynamisierenden Industrialisierung erlebte die Jenaer Universität gerade in den Naturwissenschaften einen merklichen Aufschwung. Zugleich kam es zur fruchtbaren Symbiose von wissenschaftlicher Forschung und industrieller Nutzung. Untrennbar ist jene Epoche mit den Namen Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott verbunden. Bald war die Saalestadt das Zentrum der optischen Industrie.

Seit 1880 zog Jenas Ruf als intellektuell anregende und wirtschaftliche erfolgreiche Kommune zahlreiche Wirtschafts- und Bildungsbürger an, und das Weimar des „Silbernen Zeitalters“ war auch nicht weit. In beiden Städten entwickelte sich ein künstlerisches Vortrags- und Ausstellungswesen, das sukzessive moderne ästhetische Ansätze ins deutsche Kulturbewusstsein integrierte.

Nach 1900 verstärkte sich die kulturelle Modernität Jenas weiter. Für einige Jahre korrespondierte dieser Aufbruch mit dem Projekt des „neuen Weimar“ (1903-1906). Kennzeichnend für die Ankunft der Moderne in Jena war der Versuch, das reiche Erbe der Vergangenheit mit neuen kulturellen Ansätzen zu verschmelzen und Tradition wie Avantgarde in eine Beziehung gegenseitiger Befruchtung zu bringen. Dafür steht das Wirken des Verlegers Eugen Diederichs ebenso wie das der "Kunstfreunde Jena und Weimar" oder das Schaffen der Maler Erich Kuithan und Walter Dexel.