Literatur an Ort und Stelle

Literatur an Ort und Stelle

Die Topografie der deutschen Literatur ist dezentral: Kulturelle Knotenpunkte liegen in Berlin, Frankfurt oder Wien, aber auch in ehemaligen Nebenresidenzen, in Kleinstädten und Dörfern. Die reiche Vielfalt der »Provinz« mit ihren altertümlichen Stadtkernen und zauberhaften Landschaften hat unsere Literaturgeschichte geprägt.

Neun Bildungsträger laden ein zum literarischen Ortswechsel. Statt Besichtigungshektik ein Sich-Zeit-Nehmen für biographisches, geschichtliches und literarisches Hintergrundwissen, für genauere Lektüre und anregende Gespräche über das Gelesene und Erlebte. Und das an einem besonderen, für das Leben und das Werk des Autors / der Autorin wichtigen Schauplatz. Die intensive Textarbeit und die Spurensuche abseits touristischer Routine ergänzen einander und bringen die Orte und die Stellen zum Sprechen.

Webseite: Literatur an Ort und Stelle
Flyer Literatur an Ort und Stelle 2019 (PDF)

22. – 27. April 2019 – Wieland in Weimar

Landluft, unverkünstelte Natur,
viel Gras und schöne Bäume,
äußere Ruhe und freie
Disposition über mich selbst, das
ist mein Element.

1772 nach Weimar berufen, bindet Christoph Martin Wieland sich dort an den Hof und befreundet sich mit Herzogin Anna Amalia. Dennoch bleibt er ein Freigeist und Freund der französischen Aufklärung. Die Orte seines Lebens und Wirkens, vor allem das barocke Wielandgut in Oßmannstedt, laden zur Begegnung mit dem heute fast vergessenen Dichter und Kosmopoliten ein.

Leitung: Thomas Ritschel
540 €, Einzelzimmer 600 €
Wielandgut Oßmannstedt (Vollpension)
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